Strompreis - so setzt er sich zusammen | enyway

Wohin dein Geld für Strom fließt

Die Zeiten, in denen in Deutschland ausschließlich Atomstrom aus fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle oder Öl von intransparenten Großkonzernen bezogen werden konnte, sind zum Glück längst vorbei. Die Tage der Kernkraftwerke sind gezählt.

31. Mai 2018   •   Alex

Die Stromquelle der Zukunft sind die Erneuerbaren. Energie aus der Kraft der Sonne, des Windes oder des Wassers ist unerschöpflich und schützt unsere Umwelt sowie das Klima nachhaltig. Und über enyway könnt ihr neuerdings jetzt sogar Strom von echten Menschen beziehen. 100% grün, nachhaltig, regional und sicher.

Atomstrom hin, erneuerbare Energien her – eine Frage beschäftigt trotzdem jeden von uns weiterhin. Wohin fließt das Geld, das ich monatlich für meinen Strom bezahle? In welcher Tasche landet das eigentlich? Wir bröseln das hier im Detail für dich auf.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Der tatsächliche Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland ist von Postleitzahl zu Postleitzahl unterschiedlich. Er ist abhängig vom Wohnort und vom Stromanbieter. Auch die staatlich regulierten Netznutzungsentgelte schwanken deutlich von Netzgebiet zu Netzgebiet.

Aktuell beträgt der bundesweite durchschnittliche Strompreis 29,16 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird er aus diesen Einzelposten veranschlagt:

31% des Strompreises beinhalten Umlagen und Abgaben. Zu den Umlagen gehören u. a. das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage), das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und der Paragraph 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (§19 StromNEV). Hinzu kommt die Konzessionsabgabe, die Netzbetreiber für die Benutzung der öffentlichen Straßen und Wege zur Verlegung von Strom- und Gasleitungen an die jeweiligen Gemeinden bezahlen müssen.

26% des Strompreises verschlingt das Nettonetzentgelt. Diese Gebühr inklusive Abrechnungen muss jeder von uns an seinen Netzbetreiber zahlen, der Strom durch das Versorgungsnetz leitet.

23% des Strompreises sind ausschließlich Steuern. Der Staat zieht Mehrwertsteuer und Stromsteuer von deinem Strompreis ein.

1% beträgt das Entgelt für Messung und Messstellenbetrieb, also die Kosten für die technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (z.B. der Zähler bei dir zu Hause an der Wand), die Ablesung des Zählers sowie das Einziehen fälliger Beträge.

Nur 19% sind tatsächlich Kosten für die Energiebeschaffung (Erzeugung oder Einkauf) und den Vertrieb. Lediglich in diesem letzten Posten ist der Gewinn für den Stromverkäufer enthalten. Wie hoch sie ausfällt, hängt davon ab, wie er haushaltet.

Ihr merkt: Viel bleibt da für die eigentlichen Stromerzeuger nicht übrig!

Adrian Degode ist Business Developer bei enyway


„Über 80% des Strompreises, den der Endverbraucher zahlt, sind gesetzlich geregelte Abzüge. Die Kommunen und Netzbetreiber verdienen fleißig mit“, erklärt Adrian Degode, Business Developer bei enyway. „Von den derzeit durchschnittlich 66 Euro im Monat, die ihr über enyway für euren regionalen sauberen Strom zahlt, landet am Ende leider nur ein Bruchteil bei den Stromverkäufern.“ Von dem sich aber jeder einzelne Cent lohnt, weil Ökostrom unsere Umwelt im Gegensatz zu Atomstrom nachhaltig schützt…

Trotzdem macht sich enyway für ein Umdenken in der Politik stark. Degode: „Auf dem deutschen Energiemarkt müssen schnell neue Weichen gestellt werden. Statt Subventionen sollte verstärkt auf den Abbau von Bürokratie gesetzt werden, damit neue, innovative Unternehmen gefördert und nicht durch alte Strukturen blockiert werden.“

Auch Ingo Lange verkauft seine selbst produzierte Windenergie über enyway

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