Sechs Vorurteile über erneuerbare Energien | enyway

Sechs Vorurteile über erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Aktuell stammen in Deutschland bereits fast 40% des produzierten Stroms aus Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht vor, dass sich dieser Wert bis 2050 noch mal verdoppelt. Im Jahr 2017 lag die Stromproduktion aus Solar- und Windenergieanlagen in Summe erstmals vor Braunkohle, Steinkohle und Kernkraft.

02. Oktober 2018   •   Alex

Die Energiewende ist längst eingeläutet. Klima-Killer wie Kohle, Gas oder Öl werden zum Glück bald ausgedient haben, die Förderung fossiler Brennstoffe der Vergangenheit angehören. Und doch gibt’s in der Bevölkerung weiterhin Vorurteile gegenüber erneuerbare Energien.

Wir räumen mit sechs Mythen auf

Mythos 1: Ohne Kohlekraftwerke ist unsere Stromversorgung nicht gesichert.
Stimmt nicht. Bereits heute könnte die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien dank neuester Speichertechnologien zu nahezu 100% gesichert sein. Ohne Braunkohle würde niemand in Deutschland im Dunkeln sitzen müssen.

Mythos 2: Deutschland hat zu wenig Sonne für den effektiven Ausbau von Solarenergie.
Das ist ein Trugschluss. Auch wenn beim Blick in den Himmel häufig nur Wolken zu sehen sind, kommt in Deutschland mehr als genug Sonnenenergie an. Tatsächlich liefert die Sonne bundesweit eine tägliche Energiemenge, die den Bedarf der Bevölkerung um das 80-fache übersteigt.

Mythos 3: In Deutschland weht der Wind nur an den Küsten ausreichend.
Dass sich Windenergie nur am oder im Meer lohnt, ist ein Irrglaube. Zwar sind die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten an den Küsten im Vergleich zum Binnenland etwas höher. Aber: Auch Binnen-Bundesländer wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz kommen deutschlandweit auf hohe Anteile bei der Windstromerzeugung.

Mythos 4: Strom aus erneuerbaren Energien ist zu teuer.
Nicht mehr. Die Kosten für Wind-, Solar- und Wasserenergie sind in den vergangenen 15 Jahren um die Hälfte gesunken. In der Solarenergie sind die Produktionskosten beispielsweise seit 2010 sogar um fast 75 Prozent zurückgegangen. Bei der Windkraft um 25 Prozent. Und dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Berücksichtigt man die versteckten Zusatzkosten für herkömmliche Energieträger (u.a. Umweltschäden, Endlagerung von Atommüll), die im Gegensatz zur EEG-Umlage nicht transparent auf deiner Stromrechnung erscheinen, sind erneuerbare Energien sogar nur halb so teuer wie „Graustrom“.

Mythos 5: Es kommt doch eh Atomstrom aus meiner Steckdose.
So pauschal stimmt das nicht. Je mehr Menschen sich für Ökostrom entscheiden, um so größer wird der Anteil erneuerbarer Energien im „Strommix“. Je höher die Nachfrage desto größer das Angebot. Heißt: Jeder von uns hat es selbst in der Hand, ob sauberer Strom aus der Steckdose kommt.

Mythos 6: Erneuerbare Energien sind umweltschädlich.
Im Gegenteil. Erneuerbare tragen erheblich zur Reduzierung von Luftschadstoffen und klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen bei. Und: Die Module neuer Solaranlagen zum Beispiel bestehen ausschließlich aus natürlichen Stoffen. Dazu zählen u. a. Glas und aus Sand hergestellte Silizium-Platten. Auch das Edelstahl ist recycelbar. Zusätzlich fällt bei den Erneuerbaren u. a. der Abbau, Transport, die Aufbereitung und Endlagerung der für die Stromgewinnung benötigten Materialien (z. B. Kohle) weg, was die Umwelt zusätzlich entlastet.

Norbert Neuburger

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