Hambacher Forst: Warum Kohleabbau der Holzweg ist | enyway

Hambacher Forst: Warum Kohleabbau der Holzweg ist

Der Hambacher Forst war einst eine „grüne Lunge“ Nordrhein-Westfalens. Ein ursprünglicher Wald, der sich über mehr als 4000 Hektar erstreckte. Mit Bäumen, die teilweise 350 Jahre alt waren.

27. September 2018   •   Alex

Nun steht der Hambacher Forst kurz vor der völligen Vernichtung. Plattgemacht von riesigen Maschinen. Im Auftrag von RWE. Der Energiekonzern betreibt dort den Abbau von Braunkohle. Einem fossilen Brennstoff, welcher der mit Abstand größte Klima-Killer überhaupt ist.


Der „Hambi“ ist längst zum Symbol im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Seit Jahrzehnten setzen sich Umweltschützer mit unterschiedlichen Aktionen für seinen Erhalt ein. Vor wenigen Wochen ist der Streit zwischen den Aktivisten und RWE nun eskaliert. Die Polizei hat mit der Zwangsräumung begonnen. Vom Hambacher Forst sind mittlerweile übrigens nur noch 200 Hektar übrig. Also nur noch 5% seiner ursprünglichen Größe.

Zwar ist RWE offenbar rechtlich auf der sicheren Seite, weil die Landesregierung Nordrhein-Westfalens das Roden des Waldes für den Zweck des Kohleabbaus offiziell genehmigt hat. Aber wer der Natur für den eigenen Profit schadet, ist auf dem Holzweg. Auch ohne Braunkohle ist die Stromversorgung in Deutschland zu 100 Prozent gesichert. Niemand sitzt ohne Braunkohle im Dunkeln.

Es geht um mehr als den Hambacher Forst

Es geht bei den Diskussionen um den Hambacher Forst um noch viel mehr als ein Stück Wald. Es geht um unsere Zukunft. Es geht um den Erhalt unseres Planeten. Es geht um ein nachhaltiges Zukunftskonzept. Es geht um eine Machtverschiebung auf dem Energiemarkt.

Es ist höchste Zeit, sich von den umweltschädlichen, fossilen Brennstoffen zu verabschieden. Der Kohle-Ausstieg ist überfällig. Es muss schnell auf vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien gesetzt werden.

Wir glauben, es braucht Alternativen und haben daher enyway gegründet. Damit stellen wir die bestehenden Strukturen im Energiemarkt auf den Kopf und sorgen für einen nachhaltigen Systemwandel. Mit Öko-Strom von privaten Erzeugern aus deiner Region. Stromversorgung von Mensch zu Mensch. Persönlich, dezentral und direkt. Tschüss, Großkonzerne!

Bereits heute gibt es 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die Energie selbst produzieren. Tendenz stark steigend. Was sie machen, ist 100% ökologisch. 100% nachhaltig. Sie treiben den Ausbau von erneuerbaren Energie aus Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft voran. So wird Energiewende gemacht!

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Privatpersonen haben bereits heute den größten Anteil an der Produktion erneuerbarer Energien

Es ist Zeit, ein Zeichen zu setzen. Und es ist leicht, ein Zeichen zu setzen: Großkonzernen den Rücken zukehren und den Strom direkt vom Erzeuger beziehen. Da profitieren dann die richtigen – die Erzeuger, du und das Klima! Wir haben die Wahl. Wir haben die Macht. Lasst sie uns nutzen.

Übrigens: Unser Stromerzeuger Ingo betreibt zum Beispiel drei Windmühlen in Kempen am Niederrhein. Das ist nur knapp 70 Kilometer vom Hambacher Forst entfernt…

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95% der Deutschen halten den Ausbau erneuerbarer Energien für wichtig

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