Im Takt von Sonne und Wind – enyway
Im Takt von Sonne und Wind
Enyway ist neu. Ein Marktplatz für Strom. Doch wer steckt hinter enyway? Was sind das für Menschen? In loser Reihenfolge stellen wir uns euch vor. Wer wir sind, was wir machen, was wir denken. Heute: Sebastian Kühner, 39, Software-Entwickler

04. Mai 2018   •   Alex

„Ich bin für das sogenannte ‚Matching‘ zuständig. Das klingt zwar ein bisschen nach Partnervermittlung, hat aber wenig damit zu tun. Meine Aufgabe ist es, Strom-Mengen zu errechnen, die vermittelbar sind. Heißt: Ich erstelle Prognosen, bis zu welcher Kapazität unsere Stromverkäufer ihre selbst erzeugte Energie tatsächlich an ihre Stromkäufer liefern können.

Dafür muss ich einerseits rausfinden, wie viel Strom zum Beispiel eine Wasserkraftanlage produziert. Und wann dieser Strom zur Verfügung steht. Und andererseits wieviel Energie der Stromkunde braucht, der genau von diesem Wasserkraftanbieter kaufen möchte. All das passiert natürlich nicht von Hand – sondern mit Hilfe einer Software. Und diese Software habe ich mitentwickelt. Sie beruht vorerst auf Prognose-Daten, später dann auf echten Daten, die dann auch abgerechnet werden. Das ist ein stetig laufender Prozess. Denn mit den echten Daten können später auch immer bessere Prognosen erstellt werden.

Unsere Software setzt alles wie ein großes Puzzle zusammen. Bunte, unterschiedliche Teile, die zusammen etwas Großes ergeben. Und vor allem: Etwas Neues. Ich klinge, als sei ich stolz darauf? Das bin ich auch. Dieses Gefühl, etwas ändern zu wollen, das haben gerade viele um mich herum. Und mit meiner Arbeit den Leuten etwas an die Hand zu geben, um Teil der Energiewende zu sein – also wirklich etwas zu ändern – das finde ich sehr aufregend.

Diese 3D-Vase hat für Sebastian Symbol-Charakter: Sie besteht wie eine Software aus einzelnen Puzzle-Teilen und heißt 'Phoenix', so wie Sebastians Team bei enyway


Aber ich will ganz ehrlich sein: Ich bin kein perfekter Mensch. Ich reise viel. Ich war vor kurzem zum Beispiel in Japan, was mir sehr gefallen hat. Zudem habe ich fünf Jahre in Argentinien gelebt und fliege daher häufig, weil ich Freunde von damals sowohl dort als auch auf der ganzen Welt treffe. Auf Reisen lerne ich beim Swing tanzen auch gern Menschen aus anderen Städten kennen.

Viel zu fliegen, das ist natürlich für die Umwelt nicht so gut. Ich glaube, dass viele von uns, was die Umwelt betrifft, ein bisschen widersprüchliche Leben führen. Ich bin da keine Ausnahme. Man macht eben, was man kann. Und ich finde es sinnvoll, es den Menschen möglichst einfach zu machen, das Richtige zu tun. Das ist die Essenz meines Jobs. Ich helfe, dass es einfach wird, das Richtige zu tun. Das macht Spaß. Und es macht Sinn.“

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