6 Tipps, deinen ökologischen Fußabdruck drastisch zu verbessern

Zeit was zu tun! Wir sollten unseren CO2 Ausstoß in den Griff bekommen. Jetzt!

Kennt ihr eigentlich euren ökologischen Fußabdruck? Durchschnittlich liegt die CO2 Bilanz der Deutschen bei zwölf Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr. Mit sechs einfachen Maßnahmen kannst du deinen Fußabdruck nachhaltig positiv beeinflussen und somit zum Klimaschutz beitragen. Denn unser ökologischer Fußabdruck ist zu groß und der Klimawandel muss gestoppt werden. Jetzt. Und von uns allen gemeinsam.

Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck berechnen?

Fast alles was wir besitzen, kaufen und konsumieren belastet unsere CO2 Bilanz.

Auf Internetseiten wie www.fussabdruck.de oder beim WWF kannst du durch die Beantwortung einiger Fragen zu den Themen Essen, Wohnen, Konsum und Mobilität ermitteln, wie groß dein ökologischer Fußabdruck ist. Das Ergebnis zeigt dir, wie viel Land auf unserer Erde genutzt werden muss, um deinen Lebensstil dauerhaft zu ermöglichen. So braucht die Natur z. B. Wälder, um CO2 zu binden, sowie Platz für das Nachwachstum von natürlichen Rohstoffen. Der ökologische Fußabdruck ist ein komplexer Nachhaltigkeitsindikator, der vielfältige Komponenten zusammenträgt. Weil beim Erhalt des Ökosystems der Umgang mit Kohlenstoffdioxid (CO2) aber eine herausragende Rolle spielt, gibt es zusätzlich zum ökologischen Fußabdruck auch noch den CO2 Fußabdruck. So kannst Du z. B. beim Umweltbundesamt mit dem CO2 Fußabdruck Rechner deinen CO2 Ausstoß ermitteln und deine persönliche CO2 Bilanz erstellen.

Welcher Fußabdruck ist normal?

Was macht den ökologischen Fußabdruck aus?

Der sogenannte Naturverbrauch ist weltweit sehr unterschiedlich. In Deutschland beträgt der durchschnittliche ökologische Fußabdruck 4,9 gha (Globale Hektar). In Bangladesch sind es laut „Brot für die Welt“ nur 0,8 gha. In Äthiopien 1,1 gha. Und in Nicaragua 1,7 gha. In Deutschland setzt sich der ökologische Fußabdruck wie folgt zusammen:

  • Ernährung 35%
  • Wohnen 25%
  • Mobilität 22%
  • Konsum 18%

Die durchschnittliche CO2 Bilanz der Deutschen liegt bei zwölf Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr.

Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck verbessern?

Ökologischen Fußabdruck sofort verbessern

Bei der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks hilft es, klein anzufangen und sich kleine Ziele zu setzen. Einen Startpunkt kannst du mit dieser Liste setzen:

  1. Kein tägliches Wurstbrot mehr, sondern nur noch ein- oder zweimal pro Woche Fleisch. Und dann bitte bio und regional, damit Produktion und Transport so umweltschonend wie möglich sind. Denn in Deutschland wird mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Fußabdrucks für Ernährung benötigt, 80% davon stammen von tierischen Lebensmitteln.
  2. Nutze echten Ökostrom oder investiere in erneuerbare Energien!
  3. Reduziere oder kompensiere deine Fernreisen - den Killer jeder CO2-Bilanz. Natürlich ist Carsharing besser als das eigene Auto und das Fahrrad noch umweltschonender als der Bus, aber wirklich verbessern tust du deinen ökologischen Fußabdruck mit dem Verzicht auf Flüge. Und wer partout nicht aufs Flugzeug verzichten will oder kann, sollte bei seriösen Anbietern wie Atmosfair oder myclimate kompensieren und spenden. Und dann nicht nur den Flug, sondern den gesamten, eigenen CO2-Ausstoß. Kostet bei durchschnittlichen zwölf Tonnen pro Person rund 250 Euro im Jahr. Macht 68 Cent am Tag. Übrigens steuerlich absetzbar.
  4. Wirf keine Lebensmittel weg, kaufe Second-Hand-Klamotten und -Möbel, repariere statt wegzuwerfen oder neu zu kaufen, kaufe vor Ort ein statt online zu bestellen und liefern zu lassen.
  5. Reguliere die Temperatur in deiner Wohnung auf 20 Grad in Wohn- und Kinderzimmern. In allen anderen Räumen darf es ruhig kühler sein. Beim Eigenheim unbedingt in eine gute Dämmung investieren und als Mieter den Hauseigentümer wenn möglich zu energetischer Sanierung animieren.
  6. Werde aktiv! Komm mit uns zu den "Fridays For Future"-Kundgebungen! Trete einer Umweltschutzorganisation bei, damit diese den politischen Druck erhöhen kann! Warte nicht darauf, dass andere die Welt retten, sondern mach' mit!

Was produziert das meiste CO2?

CO2 Fußabdruck verringern und die Zukunft retten

Mit 313 Millionen Tonnen ist die Energiewirtschaft der Sektor mit dem höchsten CO2-Ausstoß in Deutschland. Es folgen laut "Statista" Verkehr (168 Mio. Tonnen), Verarbeitendes Gewerbe (136 Mio. Tonnen), Haushalte (93 Mio. Tonnen) und Dienstleistungen (38 Mio. Tonnen). Wichtig zu wissen: Allein alle Server und Rechenzentren in unserer digitalisierten Welt verursachen laut einer Studie durch ihren Stromverbrauch mehr CO2 als alle globalen Fluglinien zusammen. Deshalb ist es besonders wichtig, auch beim persönlichen Stromverbrauch auf Klimaschutz zu achten und so den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Wie ist die CO2-Bilanz bei den verschiedenen Stromarten?

Welcher Strom hat die beste CO2 Bilanz?

Braunkohle und Steinkohle sind mit weitem Abstand die größten CO2-Schleudern der deutschen Energiewirtschaft! Je produzierter Kilowattstunde Strom verusacht ein Braunkohlekraftwerk 1000 und ein Steinkohlekraftwerk 810 Gramm CO2. Bei Erdgas sind es 377 Gramm.

Erst bei den erneuerbaren Energien sieht die Bilanz wirklich besser aus: Die Stromerzeugung in Solaranlagen verursacht nur 89 Gramm CO2 je kWh. Bei Wasserkraft sind es laut Statista 39 Gramm und bei Windenergie 24 Gramm.

Atomkraft verursacht mit 27 Gramm ebenfalls recht wenig CO2 je kWh, allerdings nimmt diese Form der Energieerzeugung eine Sonderrolle ein, da mit der Entsorgung des Atommülls und dem späteren Rückbau des Kraftwerks enorme Risiken und Aufwände einhergehen.

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