Alle Details zu unserem impact Aufforstungsprojekt Mit enyway impact kannst du sowohl deinen CO₂-Fußabdruck kompensieren als auch dein Geld gewinnbringend investieren. Aber wie funktioniert das?

Inhalt

Wo befindet sich das enyway impact Projekt?

Das Waldprojekt befindet sich in Malaysia. Es liegt an der Nordspitze der Insel Borneo – genauer gesagt in den Distrikten Kota Marudu und Pitas des Staates Sabah. Die Region Sabah auf Borneo beheimatet einen der ältesten Regenwälder der Welt, der mit die höchste Biodiversität aufweist. Insgesamt erstrecken sich die Regenwälder in Sabah über etwa 4,3 Millionen Hektar, ein großer Teil davon steht unter Schutz.

Der Asian Forestry Company in Sabah und Gerak Saga stehen in diesem Gebiet Land zur nachhaltigen Bewirtschaftung zur Verfügung. Sie bewirtschaften auf geschädigten und bedrohen Flächen ein sogenanntes Mosaik-Modell aus geschützten Naturwäldern und gepflanzten Neuwäldern. So bleibt die Biodiversität erhalten, bestehende Wälder werden geschützt und durch die neu gepflanzten Bäume wird zusätzlich eine große Menge an CO₂ gebunden.

Was ist das Besondere an eurem Projekt auf Borneo?

Ziel des Projektes ist es, in einer der ärmsten Regionen Malaysias eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigem Holz zu gewährleisten. Gleichzeitig werden aktive Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen vor Ort ergriffen.

Die Aufforstung im Projektgebiet erfolgt auf durch frühere Rodung degradierten Flächen, sodass der bestehende Regenwald unangetastet bleibt. Die aufgeforsteten Flächen wachsen im Einklang mit den Bestandswäldern (das ist das sogenannte Mosaik-Modell). Diese Vorgehensweise hat einen positiven Effekt auf die umliegenden Wälder, da diese dadurch vor unkontrollierter Rodung geschützt werden. Die im Projektgebiet angepflanzten Baumarten sind schnellwachsend, resilient und binden in wenigen Jahren bereits sehr viel CO₂.

Nach etwa zehn bis zwölf Jahren erreichen diese schnellwachsenden Baumarten ihre vollständige Größe. Ab diesem Zeitpunkt binden sie nur noch verhältnismäßig wenig CO₂. Sie gehen dann über in die nachhaltige Weiterverarbeitung und schaffen damit Platz für neue Baumpflanzungen.

So kann auf kleiner Fläche ca. achtmal so viel Holz produziert werden, wie nativer Regenwald von gleicher Größe produziert hätte und stetig ein Maximum an CO₂ gebunden werden.

Vor Ort wird die lokale Bevölkerung stark eingebunden. Viele der Mitarbeiter*innen auf den Waldflächen werden aus den umliegenden Dörfern rekrutiert. Zusätzlich wurden bereits 118 Community Projects durchgeführt, die sich den Bereichen Bildung, Wasser– sowie Stromzufuhr und der medizinische Versorgung widmen.

Wie groß ist das gesamte Merica Projektgebiet?

Insgesamt verwalten die beiden Firmen Asian Forestry Company Sabah und Gerak Saga 78.000 Hektar Land, davon werden 31.000 Hektar bewirtschaftet und aktiv geschützt. AFCS hat bislang knapp 4.700 Hektar mit schnellwachsenden Baumarten aufgeforstet.

Die Asian Forestry Company Saga und die Gerak Saga verwalten ein Waldgebiet von 78.000 Hektar in Borneo.

Bis 2030 werden weitere 8.000 Hektar dazukommen. Gerak Saga stehen insgesamt 5.600 Hektar zur Aufforstung zur Verfügung, davon haben sie bislang ein Fläche von 1.300 Hektar mit neuen Bäumen bepflanzt. Die Aufforstung erfolgt nachhaltig und kontrolliert, sodass der bestehende Regenwald unangetastet bleibt. Den Wäldern wird immer nur so viel Holz entnommen, wie nachwachsen kann.

Wird das Holz von Merica selbst weiterverarbeitet?

Nach Ablauf des zehn- bis zwölfjährigen Wachstumszyklus wird das Holz von Merica geerntet und in der Region weiterverarbeitet. Holz ist ein sehr langlebiger Wertstoff, der vielseitig einsetzbar ist. Produkte, die aus der Weiterverarbeitung der Bäume entstehen, sind beispielsweise Furniere aus Rundholz für langlebige Erzeugnisse wie Möbelrahmen. In vielen Bereichen ersetzen solche Holzprodukte CO₂–intensive Materialien wie Plastik, Beton, Aluminium oder Stahl.

Derzeit plant Merica zusätzlich eine eigene Strecke zur Weiterverarbeitung aufzubauen. Diese soll für zukünftige Ernten genutzt werden. Da diese Anlagen strengen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzauflagen unterliegen und hohe Investitionssummen erfordern, wird es jedoch noch ein paar Jahre dauern, bis das Vorhaben zielführend umgesetzt werden kann.

Nach 10 Jahren wird das Holz von Merica geerntet. Das Holz wird vorbereitet für die Weiterverarbeitung.

Werden die Regenwälder in der Region durch die Arbeit von Merica geschützt?

Sabah beherbergt einen der ältesten und artenreichsten Regenwälder unseres Planeten. Knapp 60 % von Sabahs Land sind bewaldet – das sind insgesamt 4,3 Millionen Hektar. Davon sind 1,6 Millionen Hektar von der Regierung als vollständig geschützt eingestuft worden.

Weitere 1,6 Millionen stehen der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Verfügung. Sie haben das Ziel, eine kontrollierte und nachhaltige Versorgung mit Holz für die verarbeitende und produzierende Industrie zu gewährleisten.

Sabahs Forstbehörde hat beschlossen, dass 600.000 Hektar (das entspricht 8 % der Landmasse) mit schnellwachsenden Holzarten bepflanzt werden soll. Das verringert den Druck auf Sabahs Naturwälder und schützt die bestehenden Regenwälder vor Ort.

Die Tochterfirmen der Merica Holding verwalten eine Gesamtfläche von knapp 78.000 Hektar – eine Fläche in etwa der Größe von Singapur. Davon sollen 18.600 Hektar mit sorgfältig ausgewählten, schnellwachsenden Baumarten bepflanzt werden und 12.400 Hektar werden aktiv geschützt. Durch die gezielte und kontrollierte Bepflanzung auf durch frühere Rodung degradierten Flächen, werden die Bestandswälder nachhaltig geschützt und vor Abholzung bewahrt.

Die Holzproduktion aus den gepflanzten Gebieten wird zukünftig 8 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr überschreiten. Das ist fast das Achtfache der derzeitigen Waldproduktion aus Bestandswäldern. So wird sichergestellt, dass das benötigte Holz zukünftig nur aus den Plantagen entnommen wird und nicht aus Bestandswäldern.

Aussicht über den Regenwald auf  Borneo. Die Wälder werden durch das FSC überprüft und zertifiziert.

Mehrmals im Jahr werden die Flächen von Regierungsbehörden und unabhängigen Prüfer*innen untersucht, um die Einhaltung strenger Umweltschutzstandards sicherzustellen. Ein Teil der Gebiete ist auch bereits durch den Forest Stewardship Council® (FSC) und den Malaysian Timber Certification Scheme zertifiziert. Die ausstehenden Gebiete befinden sich derzeit in Prüfung für Folge Zertifizierungen.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Biodiversität vor Ort zu schützen?

Unser Projektpartner AFCS arbeitet auf Flächen, die durch frühere Abholzung und landwirtschaftliche Eingriffe bereits degradiert sind. Um einer weiteren Degradierung vorzubeugen, wird ein sogenanntes Mosaik-Modell angewendet.

Dieses entsteht aus einer kombinierten Pflanzung von neuen und bestehenden Wäldern. Dabei werden Bestandswälder und Landschaftselemente mit hohem Naturschutzwert vollständig geschützt und degradierte Flächen für die Neubepflanzung genutzt. So wird die Biodiversität erhalten und gefördert.

Gepflanzte Wälder sind bei der Holzproduktion bis zu acht Mal effizienter als Naturwälder und können im Wachstumskreislauf stetig ein Maximum an CO₂ binden. Das Ziel ist es, diese Effizienz zu nutzen, um größere Naturwaldflächen vor nicht nachhaltigen Abholzungspraktiken zu schützen.

Aussicht über den bewirtschafteten Wald auf Borneo, bei dem das angepflanzte Mosaik Modell gut zu erkennen ist.

Wie steht es um den Tierschutz in dem Projektgebieten von Merica?

Der Malaienbär (zu Englisch: Sun Bear) ist eine bedrohte Art. Beheimatet sind diese Bären in Tieflandregenwäldern.

Die Asian Forestry Company Sabah und Gerak Saga verfügen über ein engagiertes Naturschutzteam, das die biologische Artenvielfalt in den geschützten Gebieten mit hohem Naturschutzwert überwacht. Es gilt ein striktes Jagdverbot. Außerdem arbeitet das Team mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um das Bewusstsein für den Schutz seltener Arten zu schärfen. Im Juli 2020 wurde mithilfe der Forest Solutions Malaysia (FSM) und dem Bornean Sun Bear Conservation Centre erfolgreich ein Malaienbär in das Gebiet der Asian Forestry Company Sabah ausgewildert.

Welche Baumarten werden angepflanzt?

Neben den in sogenannten Mosaik-Modellen angeordneten Naturwäldern werden auf den Plantagen drei Baumarten für die kommerzielle Holzgewinnung gepflanzt.

Die Baumarten:
Die im Projektgebiet angepflanzten Baumarten Eukalyptus, Akazie und Albizie sind schnellwachsend und binden daher in wenigen Jahren bereits sehr viel CO₂. Sie sind außerdem resilient in rauen Umgebungen. Zusätzlich haben diese Baumarten den Vorteil, dass sie die Böden mit Stickstoff anreichern und so wieder nahrhaft machen. Das kommt vor allem Böden zugute, die durch frühere Rodung oder Brände beansprucht wurden.

Mitarbeiter bereiten Setzlinge (Eukalyptus, Akazie und Albizie) für die Verpflanzung vor.

Bäume sind eines der effektivsten Mittel gegen den Klimawandel. Sie ziehen das klimaschädliche CO₂ aus der Atmosphäre, reinigen die Luft, kühlen die Erde und unterstützen den Wasserkreislauf. So schaffen wir mit Merica und enyway impact einen echten Mehrwert für das Klima.

Was passiert mit dem Waldboden? Wird dieser durch die Bewirtschaftungsform ausgelaugt?

Nein, das passiert nicht. Bei neu gepflanzten Wäldern wendet die Merica Holdings weniger als 100 g Dünger pro Baum an. Anschließend verlässt sie sich auf den natürlichen Nährstoffkreislauf für das weitere Wachstum. Zudem sind aufgrund der hohen Niederschlagsmengen die meisten tropischen Böden bereits nährstoffarm und natürliche Wälder existieren hauptsächlich durch Nährstoffkreisläufe in den oberen Bodenschichten.

Einige Baumarten – so auch die Bäume aus dem impact–Projekt – haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie die Böden mit Stickstoff anreichern und so aufwerten. Das kommt vor allem Böden zugute, die durch frühere Aktivitäten und Expositionen abgebaut wurden.

Die Merica Holdings achtet während der Ernte darauf, die Böden vor Verdichtung und übermäßiger Exposition zu schützen.

Werden im Rahmen des Waldprojektes Pestizide eingesetzt?

In den Baumschulen im Projektgebiet werden Pestizide zur Bekämpfung von Schädlingen nur dann genutzt, wenn es unbedingt notwendig ist. Auf den bepflanzten Flächen werden Pestizide nicht systematisch eingesetzt. Es werden zwar Herbizide zur Unkrautbekämpfung verwendet, allerdings nur solche, die auch vom Forest Stewardship Council (FSC) genehmigt werden.

Bleibt das CO₂ bei der Weiterverarbeitung gebunden?

Ja, denn das CO₂ bleibt in dem Holz weiterhin bestehen – also gebunden. Verarbeitete Holzprodukte sind daher auch eine Form der langfristigen Kohlenstoffspeicherung. Allerdings geht bei der Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel bei der Entfernung der Rinde, auch immer ein Teil des gespeicherten Kohlenstoffs verloren. Daher wird die Investition in enyway impact für die Pflanzung neuer Bäume genutzt, um kontinuierlich neuen Wald zu schaffen und den Kreislauf einer maximalen CO₂–Bindung stetig aufrechtzuerhalten.

Nachhaltige Forstwirtschaft ist ein effektives Mittel, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Im Gegensatz zu Bestandswäldern können nachhaltig aufgeforstete Flächen langfristig einen größeren Anteil an CO₂ binden. Denn während der intensiven Wachstumsphasen speichern Bäume besonders viel CO₂.

In den ersten zehn Jahren haben die Bäume auf Borneo das höchste Potential für die Bindung von CO₂. Wenn diese dann ihre intensive Wachstumsphase abgeschlossen haben und Platz für neue Bäume schaffen, kann erneut der größtmögliche Anteil an CO₂ gebunden werden. So entsteht ein Kreislauf, der sicherstellt, dass ein Maximum an CO₂ stetig gebunden wird.