Windenergie: Strom aus der Kraft des Windes

Regionale Windenergie produziert von echten, regionalen Stromverkäufern – direkt und nachhaltig.

Wie funktioniert Windenergie?

Windkraftanlage eines Stromverkäufers bei enyway
Windkraftanlage von Jürgen nähe der Annaburger Heide – Stromverkäufer bei enyway (Strom von Jürgen kaufen)

Wind ist Luft in Bewegung. Bewegung bedeutet immer Energie. So wurde Windkraft schon vor hunderten Jahren zur Fortbewegung von Segelschiffen oder mit Windmühlen zum Mahlen von Korn genutzt. Bei Windkraftanlagen muss die sogenannte kinetische Energie des Luftstroms in elektrische Energie, also Strom, umgewandelt werden.

Und das funktioniert wie folgt: Die Gondel ganz oben auf dem Turm des Windrades richtet sich immer automatisch in Richtung des Windes aus. So wird die größtmögliche Menge Windenergie eingefangen. Durch diese Energie drehen sich die drei Rotorblätter an der Gondel und treiben über eine Welle einen Generator an, der wiederum elektrische Energie produziert. Über eine Verkabelung im Inneren des Turms wird der produzierte Strom zur Erde transportiert und kann dann für den Stromverbrauch in Haushalten genutzt werden.

In unserem Blog-Artikel Wie wird aus Sonne und Wind eigentlich Strom? findest du weitere Infos.

Wie nachhaltig und effizient ist Strom aus Windkraft?

Windkraft ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Strom mit einem Windrad zu produzieren ist daher die Zukunft. Und die deutlich nachhaltigere und umweltschonendere Variante als Strom aus fossilen Brennstoffen, der aus Atom- und Kohlekraftwerken kommt. Die Windenergie gehört zu den umweltfreundlichsten, saubersten und sichersten Energieressourcen.

Weil bei der Stromerzeugung durch Windenergie nur sehr wenig CO2 ausgestoßen wird, ist sie zudem ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die globale Erwärmung. Die Windenergie leistete in Deutschland 2017 den mit Abstand größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (mit einem Plus von 33,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Hier siehst du den stetig aktualisierten Anteil von Windenergie an der Stromerzeugung in Deutschland: Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in Deutschland in 2019.

Ist Windenergie umweltschädlich?

Alte Windkraftanlage
Traditionelle Windkraftanlage

Im Gegenteil. Erneuerbare Energien wie zum Beispiel die Windkraft tragen erheblich zur Reduzierung von Luftschadstoffen und klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen bei. Zusätzlich fällt bei den Erneuerbaren u. a. der Abbau, der Transport, die Aufbereitung und die Endlagerung der für die Stromgewinnung benötigten Materialien (u. a. Kohle) weg, was die Umwelt zusätzlich entlastet.

Weitere Mythen zum Thema erneuerbare Energien findest du in unserem Blog-Artikel Sechs Vorurteile über erneuerbare Energien.

Stromerzeugung aus Windkraft hat aber auch Nachteile. Die Errichtung eines Offshore Windparks etwa ist ein gigantischer menschlicher Eingriff in den Naturraum der Meere. In der Folge können ganze Meeresströmungen verändert werden oder zusätzliche Schallbelastungen für Meerestiere entstehen. Onshore Windparks verändern das Erscheinigungsbild unserer Kulturlandschaft, auch Schattenwurf und Geräuschentwicklung können für Mensch und Tier problematisch sein.

Unterm Strich ist die Windenergie in puncto Umwelt- und Klimaschutz fossilen Energieträgern wie Kohle oder Atom aber klar überlegen. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Einbezug der örtlichen Bevölkerung müssen jedoch bei der Planung eines Windparks immer berücksichtigt werden - nur so kann die Energiewende gelingen!

Was bedeutet Offshore Windenergie?

Ein Windpark ist eine Ansammlung mehrerer Windkraftanlagen. Offshore Windparks sind diejenigen, die auf dem offenen Meer gebaut sind, zum Beispiel in der Nordsee. Auf dem Meer ist die Windgeschwindigkeit in der Regel deutlich höher und konstanter als auf dem Land.

Onshore Windparks sind auf dem Festland gebaute Windenergieanlagen und in Deutschland viel verbreiteter als Offshore Windparks. Mit dieser Grafik zeigt der Bundesverband WindEnergie die installierte Windkraft-Leistung je Bundesland.